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Für Publisher: 5 Tipps zur Optimierung der Anbieterprüfung

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April 4, 2022

Der Wandel hin zu transparenteren Datenpraktiken schreitet immer weiter voran. Nutzer haben mehr Kontrolle darüber, ob sie Cookies, Tracker und Tags von Drittanbietern Zugang zu ihren personenbezogenen Daten gewähren wollen, wenn sie ihre bevorzugten Websites und Apps besuchen. Aus diesem Grund müssen Publisher einen proaktiveren Ansatz für die Verwaltung der Anbieter wählen, die die Verbraucherdaten auf ihren digitalen Websites verarbeiten.

Versäumt es ein Publisher, seine Anbieterliste regelmäßig zu überprüfen, um zu ermitteln, welche Anbieter auf seinen digitalen Websites präsent sind, kann dies erhebliche Folgen haben. Die Aufsichtsbehörden in Europa gehen inzwischen hart gegen Verstöße bei der Datenverarbeitung durch Dritte vor. So hat beispielsweise die französische Datenschutzbehörde CNIL entschieden, dass Carrefour France und Carrefour Banque gegen die DSGVO verstoßen haben, weil sie Verbraucherdaten vor der Einwilligung der Nutzer verarbeitet haben, was eine Geldstrafe in Höhe von 3,05 Millionen Euro nach sich zog. Die jüngste Entscheidung der belgischen Datenschutzbehörde zum TCF betont die Verantwortung der Publisher als für die Datenverarbeitung Verantwortliche für das Verhalten der Anbieter auf ihrer Website.

Für Publisher besteht nicht nur das Risiko einer Geldstrafe, sondern sie können auch Monetarisierungsmöglichkeiten verpassen. Datenlecks, die entstehen, wenn unbekannte Anbieter, die durch Weiterleitungen angelockt werden, Nutzerdaten in der programmatischen Gebotsanfrage erfassen, stellen nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern können auch Ihre Beziehung zum Verbraucher beeinträchtigen.  Es ist daher wichtig, die Anbieter zu identifizieren, die einen Mehrwert darstellen – damit Sie eine geschäftliche Vereinbarung eingehen können – und diejenigen zu blockieren, die dies nicht tun. 

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Der Schutz Ihrer Website vor Compliance-Risiken und Datenlecks sollte absolute Priorität haben. Zudem kommt es darauf an, zu verstehen, welche Anbieter einen Mehrwert für Ihre Website darstellen. Woher wissen Sie also, welche Anbieter die richtigen für Sie sind? Im Folgenden finden Sie fünf Tipps, die Ihnen dabei helfen sollen. 

1. Analysieren Sie Ihr aktuelles technologisches Umfeld

Jeder Anbieter, mit dem Sie zusammenarbeiten möchten, muss das gleiche Datenschutzniveau einhalten wie Ihr bestehendes technisches Umfeld. Stellen Sie sich folgende drei Fragen, um besser zu verstehen, ob ein Anbieter zu Ihnen passt:

  • Betreibt er Server in Europa oder gehen die Daten etwa in ein Land, das nicht das gleiche Datenschutzniveau bietet?
  • Hält sich der Anbieter an den Grundsatz der Datenminimierung oder verwendet er permanente Cookies mit einer übermäßig langen Lebensdauer?
  • Verwendet der Anbieter aufdringliche JavaScript-Methoden, um einen Fingerabdruck des Geräts zu erstellen, ohne dass der Nutzer die Möglichkeit hat, diese Verarbeitung per Opt-out zu unterbinden?

2. Stellen Sie sicher, dass Sie und Ihre Anbieter mit den neuesten Compliance-Richtlinien vertraut sind

Es scheint, als ob alle paar Monate eine neue Datenschutzverordnung auftaucht, und es gibt keine Anzeichen für eine Verlangsamung, da sich immer mehr Regionen auf die Bedeutung des Datenschutzes konzentrieren. Leider ist die Einhaltung der DSGVO und anderer Vorschriften uneinheitlich, und einige Anbieter zeigen ein mangelndes Engagement für den Datenschutz. Diese Anbieter setzen Ihre Website dem Risiko aus, gegen die Vorschriften zu verstoßen. 

3. Achten Sie auf Transparenz

Ein wichtiges Indiz dafür, ob ein Anbieter für Ihre Website geeignet ist oder nicht, ist Transparenz. Achten Sie darauf, dass der Anbieter nicht nur auf Cookies spezialisiert ist, sondern auch alle anderen Technologien abdeckt. Je mehr Anbieter Sie einbeziehen, desto höher ist der technische Aufwand und desto intransparenter ist der Prozess, was mehr Möglichkeiten für Fehler eröffnet. Eine transparente Dokumentation sorgt dafür, dass unseriöse Anbieter entdeckt und von Ihrer Website entfernt werden können.

4. Informieren Sie sich, woher die Daten kommen

Es ist wichtig zu wissen, woher die verfügbaren Daten Dritter stammen. Wurden sie mit Einwilligung der Nutzer erhoben? Wurden die Nutzer über die Verwendung und Verarbeitung der Daten informiert (z. B. personalisierte Werbung)? Diese Fragen sind für jeden Anbieter, den Sie auf Ihrer Website zulassen, zu beantworten. Da die Einhaltung der Vorschriften kein statischer Zustand ist, sollten Sie diese Fragen mit Ihren Anbietern regelmäßig neu klären.  

5. Es kommt auf den Zeitpunkt der Einwilligung an

Werbe-Cookies, die vor der Einwilligung des Nutzers abgelegt werden, sind immer noch eine weit verbreitete Praxis, doch die Aufsichtsbehörden gehen mittlerweile hart dagegen vor. Ein Beispiel dafür sind die jüngsten Geldstrafen, die die französische Datenschutzbehörde CNIL gegen den europäischen Supermarktriesen Carrefour und den Verlag Le Figaro verhängt hat. Achten Sie bei der Überprüfung Ihrer Anbieter auf den Zeitpunkt des Datenzugriffs. Wenn Cookies oder Tracker Informationen sammeln, sobald eine Website geladen wird, ist das nicht nur ein Verstoß gegen Einwilligungsregeln, sondern könnte auch ein Warnsignal für anderes riskantes Verhalten bedeuten.

Diese fünf Schritte sind ein guter Ausgangspunkt, um zu ermitteln, welche Partner und Technologien für Ihr Unternehmen geeignet sind, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.

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